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Wann ist ein Handy Hörgerät kompatibel?

Swisstone SeniorenhandyÄltere Menschen, die ein analoges Hörgerät tragen und gleichzeitig ein Seniorenhandy nutzen wollen, müssen unbedingt darauf achten, dass die beiden Geräte auch kompatibel miteinander sind. Andernfalls besteht die Gefahr, dass beim Telefonieren – also dann, wenn das Hörgerät und das Handy aufeinandertreffen – lästige Störgeräusche entstehen. Diese reichen von einem monotonen Brummen bis hin zum nervigen Quietschen, das durchaus auch zu Hörschäden führen kann. Doch woran erkennt man eigentlich, dass ein Handy kompatibel mit Hörgeräten ist?

Hörgerätekompatibilität

Wann ist ein Handy Hörgerät kompatibel?Glücklicherweise sind Seniorenhandys, die keine Störungen bei analogen Hörgeräten hervorrufen, gut sichtbar als solche gekennzeichnet. Wenn Sie auf der Suche nach einem entsprechenden Mobiltelefon sind, sollten Sie unbedingt auf die drei Buchstaben HAC achten. Diese stehen für die englischen Wörter Hearing Aid Compatibility, was wiederum übersetzt so viel wie Hörgerätekompatibilität bedeutet.

Wichtig: Die Bezeichnung HAC ist leider nicht ganz so aussagekräftig, wie das allgemein angenommen wird. Tatsächlich handelt es sich hierbei nämlich keinesfalls um ein Siegel, das nur dann verliehen wird, wenn eine entsprechende Prüfung stattgefunden hat. Bei der Hörgerätekompatibilität handelt es sich vielmehr um ein Versprechen des Herstellers, dass dieser das Handy so gebaut hat, dass es theoretisch zu keinen Störungen im Zusammenhang mit Hörgeräten kommt. In der Praxis wurde das jedoch nie geprüft. Der Grund: Eine entsprechende offizielle Prüfung der Mobiltelefone durch externe Labore ist stets mit hohen Kosten verbunden. Diese wollen die Hersteller natürlich sparen und verzichten auf die Durchführung.

Genauere Prüfung

Anders verhält es sich mit Handys, die aus den USA kommen. In den Vereinigten Staaten ist das Prüfen der Hörgerätekompatibilität nämlich Pflicht. Die Handys werden hier in zweierlei Hinsicht geprüft:

  • M-Rating: Prüfung der Kompatibilität mit Hörgeräten, die eine Induktionsspule enthalten
  • T-Rating: Prüfung der Kompatibilität mit induktiven Hörgeräten

Die Ergebnisse der Prüfung werden in Form von Zahlen ausgedrückt. Während die 1 für sehr schlechte Ergebnisse steht, sagt die 4 aus, dass eine gute Kompatibilität vorliegt. Erfreulicherweise haben sich auch immer mehr europäische Anbieter an dieses Prüf-System angepasst. Alternativ dazu gibt auch die europäische Norm ETSI ETS 300 381 Aufschluss über die Kompatibilität.

Tipp! Sowohl die M- und T-Ratings als auch die europäische Norm ETSI ETS 300 381 gelten als sehr zuverlässig, sind aber auch kein Garant dafür, dass das Handy keine Störungen beim Hörgerät hervorrufen. Im Umkehrschluss kann das auch bedeuten, dass Mobiltelefone, die keiner Prüfung unterzogen wurden, ebenso störungsfrei funktionieren können. Eine Garantie gibt es also in keinem Fall.

Was tun, wenn Störungen unbedingt vermieden werden sollen?

Wenn Sie auf Nummer Sicher gehen und Störungen auf jeden Fall vermeiden wollen, sollten Sie nicht bei den Handys, sondern bei den Hörgeräten genauer hinschauen. Während analoge Geräte nämlich ziemlich schnell stören, sind digitale Hörgeräte immer zu 100 % kompatibel mit den Seniorenhandys.

Vor- und Nachteile eines hörgerätekompatiblen Smartphones

  • diese Geräte sind ebenso einfach zu handhaben
  • speziell auf die Bedürfnisse von älteren Menschen abgestimmt
  • das Hörgerät muss nicht zum Telefonieren abgenommen werden
  • nicht alle Smartphones sind auf Hörgeräte ausgelegt

Unterschiede zwischen analogen und digitalen Hörgeräten

analoge Hörgeräte

digitale Hörgeräte

analoge Signalverarbeitung verwandeln Schall in elektronische Informationen um
Signale werden stufenlos verstärkt wesentliche Signale werden verstärkt, unwichtige werden abgeschwächt

Die gute Nachricht ist: Fast alle Hörgeräte, die heutzutage neu verkauft werden, beruhen auf der digitalen Technik und sind deswegen von Haus aus mit Seniorenhandys kompatibel.

Dass das Hörvermögen im Laufe der Jahre immer mehr nachlässt, ist kein Wunder. Hersteller von Seniorenhandys haben sich daher längst darauf eingestellt, dass die Mobiltelefone auch mit analogen Hörgeräten kompatibel sind. Wenn sich beide Geräte nicht „vertragen“ und es zu Störungen kommt, ist das Telefonieren so gut wie unmöglich. Achten Sie aus diesem Grund immer darauf, dass das Handy möglichst geprüft wurde oder zumindest den Hinweis HAC aufweist. Trägt Ihr Angehöriger ein analoges Hörgerät, sollten Sie auf alle Fälle einen großen Bogen um herkömmliche Handys und Smartphones machen. Bei diesen Modellen, die auch sonst nicht auf die Bedürfnisse der Senioren abgestimmt sind, sind ohrenbetäubende Störungen quasi schon vorprogrammiert.

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