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Stürzen im Alltag vorbeugen: Sicher gehen und besser erreichbar sein

Stürze gehören zu den häufigsten Risiken im Alltag älterer Menschen. Oft reicht schon ein rutschiger Boden, ein schlecht sitzender Schuh, eine ungünstige Bewegung oder ein kaum sichtbarer Teppichrand, damit das Gleichgewicht verloren geht. Besonders tückisch ist, dass viele Stolperfallen im eigenen Zuhause entstehen und die Folgen ernst sein können.

Umso wichtiger ist es, zu wissen, wie man durch einfache Maßnahmen Mobilität, Sicherheit und Selbstständigkeit stärkt und wie man damit Stürzen im Alter vorbeugt. Dazu zählen passende Schuhe, regelmäßige Bewegung, eine gut eingerichtete Wohnung und technische Hilfen wie ein Seniorenhandy oder Notfallknopf. Das Ziel ist es, Ursachen für Stürze im Alter zu vermeiden, Stolperfallen zu beseitigen und körperlich aktiv zu bleiben.

1. Warum steigt das Sturzrisiko im Alter?

Ein älterer Mann steht vor einer Treppe in einem Haus

Das eigene Zuhause kann einen vor große Herausforderungen stellen.

Mit zunehmendem Alter verändern sich Muskelkraft, Reaktionsvermögen, Beweglichkeit, Sehkraft und Gleichgewicht. Auch Erkrankungen, Schwindel, Medikamente, Demenz oder Unsicherheit beim Gehen können das Sturzrisiko im Alter erhöhen.

Häufige Ursachen für Stürze im Alter sind außerdem lose Kabel, glatte Böden, schlechte Beleuchtung, wackelige Möbel, Türschwellen oder zu lange Kleidung. Viele dieser Risiken wirken harmlos, können aber schnell gefährlich werden.

Die Folgen eines Sturzes können ernst sein: Prellungen, Schmerzen, Knochenbrüche oder längere Krankenhausaufenthalte sind möglich. Ebenso belastend ist die Angst vor weiteren Stürzen im Alter. Wer sich aus Sorge weniger bewegt, verliert oft weiter an Kraft und Sicherheit und verhindert dadurch einen Fall im Alter keineswegs. Stattdessen kann dadurch die Sturzgefahr sogar steigen. Deshalb ist es sinnvoll, Sturzprävention nicht erst nach einem Unfall zu beginnen, sondern frühzeitig kleine Veränderungen im Alltag umzusetzen:

Risikofaktor Warum problematisch? Sinnvolle Maßnahme
Lose Teppiche Können wegrutschen oder Falten bilden Rutschmatten nutzen oder Teppich entfernen
Schlechte Beleuchtung Hindernisse werden gar nicht oder zu spät erkannt Nachtlicht oder Bewegungsmelder einbauen
Lose Schuhe Wenig Halt, erhöhte Rutschgefahr Seniorengerechte Schuhe mit Profil tragen
Wenig Bewegung Muskeln und Gleichgewicht lassen nach Kraft- und Balanceübungen einbauen
Fehlende Erreichbarkeit Hilfe kommt im Notfall später Seniorenhandy oder Notfallknopf nutzen

2. Das richtige Schuhwerk und die passende Kleidung

Nahaufnahme von einer älteren Person, die Seniorenschuhe trägt.

Ein sicheres Schuhwerk für Senioren ist im Alltag unverzichtbar.

Wer wissen möchte, wie man Stürzen im Alter vorbeugt, sollte bei den Füßen anfangen. Seniorenschuhe sind nicht einfach nur bequeme Schuhe. Sie sollen Halt geben, sicher abrollen, Druckstellen vermeiden und auch bei nachlassender Kraft leicht anzuziehen sein.

Gerade ältere Menschen profitieren von Schuhen, die fest am Fuß sitzen, ohne einzuengen. Eine rutschhemmende Sohle kann auf glatten Böden helfen, während ein stabiler Fersenbereich das Umknicken erschwert.

Gute Schuhe für Senioren haben idealerweise eine rutschhemmende Sohle, einen festen Fersenhalt, ausreichend Platz im Zehenbereich, Klettverschlüsse oder andere leicht bedienbare Verschlüsse, ein geringes Gewicht und eine stabile, aber flexible Laufsohle. Für draußen sind Profilsohlen, wetterfeste Materialien und eine gute Dämpfung sinnvoll – besonders bei Regen, Laub, Kopfsteinpflaster oder unebenen Wegen.

Besonders wichtig: Hausschuhe sollten nicht locker am Fuß hängen. Offene Pantoffeln ohne Fersenhalt wirken bequem, können aber zur Stolperfalle werden. Auch Socken ohne Antirutschsohle sind auf glatten Böden riskant. Wer bereits unsicher geht, sollte Schuhe im Sitzen anziehen können und darauf achten, dass Verschlüsse gut erreichbar sind.

Auch die Kleidung kann Einfluss auf die Sturzgefahr im Alter haben und richtiges Stürzen verhindern. Zu lange Hosen, offene Morgenmäntel, weite Ärmel oder rutschige Socken können beim Gehen, Aufstehen oder Treppensteigen hinderlich sein. Besonders gefährlich wird es, wenn Stoffe am Boden schleifen oder sich an Möbeln, Türklinken oder Rollatoren verfangen. Deshalb sollte Kleidung bequem sein, aber trotzdem gut sitzen.

Im Alltag eignen sich Kleidungsstücke, die Bewegungsfreiheit lassen, einfach anzuziehen sind und nicht über den Boden reichen. Im Winter helfen warme, aber leichte Jacken, damit Senioren draußen nicht steif oder unsicher gehen. Auch gut sichtbare Kleidung oder reflektierende Elemente können sinnvoll sein, wenn ältere Menschen in der Dämmerung unterwegs sind. Wer Hilfsmittel wie Rollator, Gehstock oder Seniorenhandy nutzt, sollte außerdem darauf achten, dass Taschen, Verschlüsse und Tragegurte nicht stören.

Geeignete Kleidung für mehr Sicherheit:

  • gut sitzende Hosen
  • feste Hausschuhe statt rutschiger Socken
  • leicht zu öffnende Jacken
  • keine langen, losen Stoffe
  • gut erreichbare Taschen für Handy oder Notfallknopf

3. Wohnung sicher machen: Stolperfallen erkennen

Viele Maßnahmen gegen Stürze sind schnell umgesetzt. Besonders wichtig ist es, die Wohnung einmal bewusst auf Stolperfallen zu prüfen. Dabei hilft es, typische Wege abzugehen: vom Bett ins Bad, von der Küche ins Wohnzimmer oder von der Haustür zum Telefon. Um diese Wege sicherer zu gestalten, sind kleine Änderungen sinnvoll.

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Hilfreich sind Bewegungsmelder im Flur, Haltegriffe im Bad, rutschfeste Matten in Dusche und Badewanne, gut erreichbare Alltagsgegenstände und freie Laufwege. Auch Möbel sollten stabil stehen und nicht als unsichere Stütze genutzt werden müssen.

Kabel gehören möglichst an die Wand oder hinter Möbel, Teppiche sollten rutschfest liegen und häufig genutzte Gegenstände nicht zu hoch oder zu tief verstaut werden. Wer nachts öfter aufsteht, kann mit Nachtlichtern und einem gut erreichbaren Seniorenhandy zusätzliche Sicherheit schaffen.

Auch ein Rollator kann helfen, wenn er richtig eingestellt ist. Wichtig ist, ihn nicht aus Eitelkeit als Hilfsmittel abzulehnen. Wer ihn nutzt, sollte außerdem üben, damit sicher zu bremsen, Schwellen zu überwinden und sich nicht zu weit nach vorne zu lehnen.

4. Bewegung: Warum Training so wichtig ist

Regelmäßige Bewegung spielt laut Statistik eine zentrale Rolle dabei, wie man das Fallen im Alter verhindert. Kraft-, Gleichgewichts- und Koordinationsübungen verbessern die Standfestigkeit und helfen, im Alltag sicherer zu bleiben. Das bedeutet nicht, dass ältere Menschen ein anstrengendes Sportprogramm beginnen müssen. Schon kleine, regelmäßig wiederholte Übungen können helfen, Muskeln zu aktivieren und Bewegungen sicherer auszuführen. Durch die gestärkte Muskulatur ist auch ein richtiges Stürzen im Alter möglich.

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Hinweis: Richtiges Stürzen meint unter anderem, dass Sie sich gut abrollen, anstatt sich mit den ausgestreckten Händen abzufangen. Dadurch vermeiden Sie Brüche der porösen Knochen und Gelenke. Auch den Kopf einzuziehen und ihn dadurch zu schützen, ist ein wichtiger Schutzmechanismus beim Fallen.

Geeignet sind zum Beispiel langsames Aufstehen vom Stuhl, Gehen auf der Stelle, vorsichtiges Verlagern des Gewichts von einem Bein auf das andere oder das Üben des sicheren Umdrehens. Wer sich unsicher fühlt, sollte sich dabei an einer stabilen Lehne, Arbeitsplatte oder am Geländer festhalten. Besonders sinnvoll ist es, Bewegung fest in den Alltag einzubauen, um so auch die Angst vor Stürzen im Alter zu verringern.

Wichtig ist aber auch: Wer länger nicht aktiv war, häufig stürzt, Schmerzen hat oder unter Schwindel leidet, sollte vor neuen Übungen ärztlich abklären lassen, welche Aktivitäten geeignet sind. Bei selbstständigem Training ohne Übungsleitung empfiehlt sich ebenfalls, vorher ärztlich prüfen zu lassen, ob das Programm passend ist.

Einfache Übungen für mehr Sicherheit im Alltag:

  • 5-mal langsam vom Stuhl aufstehen und wieder hinsetzen
  • 30 Sekunden auf der Stelle gehen
  • Mit festem Halt vorsichtig auf die Zehenspitzen stellen
  • Beim Zähneputzen bewusst auf eine aufrechte Haltung achten
  • Kurze Spaziergänge regelmäßig einplanen

5. Seniorenhandy und Notfallknopf: Sicherheit für den Ernstfall

Auch mit guter Sturzprävention lässt sich nicht jeder Unfall verhindern. Deshalb sollte zum Thema, wie man Stürzen im Alter vorbeugt, auch die Frage gehören: Was passiert, wenn doch etwas geschieht? Gerade wer allein lebt oder regelmäßig allein unterwegs ist, sollte im Notfall schnell Hilfe rufen können. Hier kann ein Seniorenhandy eine wichtige Ergänzung sein. Viele Modelle haben große Tasten, gut lesbare Displays, laute Klingeltöne, einfache Menüs und eine bereits eingebaute SOS-Taste.

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Wann ist ein Notfallknopf sinnvoll? Ein Notfallknopf ist besonders sinnvoll, wenn jemand allein lebt, ein Sturz nicht verhindert werden konnte, unsicher geht, unter Schwindel leidet oder Angehörige nicht jederzeit in der Nähe sind.

Eine alte Frau trägt einen Notfallknopf um den Hals.

Ein Notfallknopf nimmt nicht nur Ihnen, sondern auch Ihrem Umfeld viele Sorgen.

Ein Notfallknopf ist besonders hilfreich, wenn nach einem Sturz das Aufstehen schwerfällt oder das normale Telefon nicht erreichbar ist. Manche Seniorenhandys bieten eine Notruftaste, über die gespeicherte Kontakte automatisch angerufen oder benachrichtigt werden. Andere Lösungen lassen sich mit Hausnotrufsystemen kombinieren.

Wichtig ist, dass der Notfallknopf auch wirklich genutzt werden kann: Er sollte leicht erreichbar, verständlich beschriftet und regelmäßig erklärt werden. Angehörige können gemeinsam mit der älteren Person testen, welche Nummern hinterlegt sind und wie der Notruf ausgelöst wird.

Auch unterwegs, etwa beim Spaziergang, beim Einkauf oder auf dem Weg zum Arzt, kann ein Seniorenhandy oder ein Notfallknopf beruhigen.

6. Fazit: Sicherheit entsteht durch viele kleine Maßnahmen

Wer sich nun also fragt, wie man Stürzen im Alter vorbeugen kann, hat mehrere Stellschrauben, an denen er drehen kann. Sicheres Schuhwerk, eine gut organisierte Wohnung, regelmäßige Bewegung, richtiges Stürzen im Alter, passende Kleidung und ein Seniorenhandy mit Notfallknopf greifen idealerweise ineinander.

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Jede Maßnahme reduziert ein spezifisches Risiko: Schuhe geben Halt, Bewegung stärkt Muskeln und Gleichgewicht und kann das Risiko schwerer Folgen verringern, eine sichere Wohnung beseitigt Stolperfallen und ein Notfallknopf sorgt dafür, dass im Ernstfall schnell Hilfe erreichbar ist.


Bild: © Pixel-Shot – stock.adobe.com; © WavebreakMediaMicro – stock.adobe.com; © peerawat – stock.adobe.com; © Ingo Bartussek – stock.adobe.com

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