So richten Sie ein Smartphone für Senioren ein
1. Welche Vorteile hat die Nutzung eines Smartphones für Senioren?
Smartphones sind aus dem Alltag kaum noch wegzudenken. Sie regeln soziale Kontakte, Internet-Recherchen, aber auch Mitgliedskarten bei Geschäften und das mobile Bezahlen von Parkplätzen. Auch selbstständige Senioren benötigen deshalb oft ein Smartphone, und weniger selbstständige Senioren profitieren ebenfalls sehr von den Kontaktmöglichkeiten zu Freunden und Familie. Vor dem Kauf sollten Sie den Senioren bereits die eigenen Smartphones zeigen und eventuell einen Smartphone-Kurs für Senioren in Erwägung ziehen, der oft anwendungsbezogener ist als eine einfache Anleitung für Smartphones. Das gemeinsame Ansehen eines Online-Kurses ist ebenfalls möglich und geht über das Lesen einer Smartphone-Anleitung weit hinaus.
» Mehr InformationenEin gewöhnliches Smartphone eignet sich für die meisten eher selbstständigen Senioren oft besser als ein Senioren-Handy. Während Smartphones bekannte Apps zum Kommunizieren mit Freunden und Verwandten anbieten, müssen Senioren-Handys oft über eine bestimmte Software kontaktiert werden. Besonders junge Verwandte können bei einem Smartphone mit WhatsApp die Senioren schneller, einfacher und ohne zusätzliche Kosten kontaktieren. Der Kontakt über die WhatsApp-App auf einem Smartphone für Senioren kommt außerdem öfter zustande, weil die App ohnehin schon genutzt wird.
Tipp: Ein Smartphone für Senioren mit WhatsApp sollte noch ein paar Jahre Software-Updates erhalten können, auch damit Updates der App noch länger heruntergeladen werden können.

Kontaktaufnahme und Erreichbarkeit sind auch mit zunehmendem Alter für viele Menschen wichtig.
2. Was sind Gefahren bei der Smartphone-Nutzung für Senioren?
Bei allen Vorteilen von Smartphones anstelle von Senioren-Handys für die Selbstständigkeit und gegen die Einsamkeit von Senioren haben Smartphones jedoch auch bestimmte Gefahren für Senioren. Vor allem liegen diese Gefahren in versteckten Kosten. Diese können die Senioren und die Familien finanziell, aber auch emotional überfordern. Informieren Sie sich deshalb hierzu über die möglichen Gefahren und die Einstellungen, die diese einschränken können.
» Mehr InformationenAchten Sie beim Einrichten eines Smartphones für Senioren zunächst darauf, ob das Smartphone über einen Vertrag oder ein Prepaid-Modell mit Guthaben versorgt wird. Dabei bestehen große Unterschiede für den Aufwand, aber auch das Risiko:
| Vertrags-Modell | Prepaid-Modell | |
|---|---|---|
| Zahlung | automatischer Einzug (monatlich oder alle 30 Tage) |
Aufforderung zum Aufladen bei aufgebrauchtem Guthaben |
| Zusatzkosten |
möglich |
nicht möglich |
| Vorteile | versorgen Senioren zuverlässig mit Leistung | verhindern zusätzliche Kosten und deckeln auch bei einer 30-Tage-Flatrate über ein Paket die Kosten bei dieser Summe |
Für die meisten Senioren ist daher ein Smartphone ohne Vertrag die beste Lösung. Schalten Sie außerdem das Roaming aus, wenn Senioren in einer Grenzregion wohnen. Das automatische Verbinden mit einem Netz kann ansonsten auch mit einem Netz im Ausland passieren, was die Kosten bei der Nutzung stark ansteigen lässt. Die SMS mit dem Hinweis darauf können nicht alle Senioren sofort richtig einordnen.
Hinweis: Wenn Senioren eine Reise unternehmen, sollten Sie vorher das Roaming doch einschalten, wenn sie erreichbar sein sollen. Prüfen Sie beim Smartphone-Vertrag oder der Prepaid-Vereinbarung, ob innerhalb der EU das Datenvolumen ohnehin genutzt werden kann. Alternativ kann auch, zum Beispiel auf Kreuzfahrten, nur das WLAN vor Ort verwendet werden.
3. Welche Einstellungen können beim Einrichten eines Smartphones für Senioren helfen?
Neben der Entscheidung für einen Prepaid-Vertrag für das Smartphone von Senioren in Ihrer Familie haben Sie auch weitere Möglichkeiten, ein Smartphone für Senioren einfacher benutzbar und sicherer zu machen.
» Mehr InformationenGrundsätzlich können Sie bei Apple- und Android-Smartphones über die Einstellungen einen kontrollierten Zugriff einrichten. Bei Apple-Smartphones finden Sie die Funktion als „Unterstützenden Zugriff“ in den Einstellungen, bei Samsung als „Einfach-Modus“. Die beiden Funktionen haben jedoch grundlegende Unterschiede.
| Unterstützender Zugriff | Einfach-Modus | |
|---|---|---|
| System-Stelle | Betriebssystem (verhindert die Nutzung und Installation von nicht sichtbaren Apps systemweit) |
Oberfläche / Home-Bildschirm |
| Vorteile |
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| Nachteile |
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Damit ergeben sich Unterschiede bei der Wahl eines Smartphones oder iPhones für Senioren. Das Einschränken über den Unterstützenden Zugriff ist nur bei Apple-Geräten möglich, genauso wie das kostenlose Telefonieren und Videotelefonieren mit Apple-Nutzern in der Familie über FaceTime. Samsung dagegen ermöglicht die Nutzung von immer mehr Apps, wenn sich die Senioren an die Nutzung ihres Smartphones gewöhnt haben, ohne dass die Freigabe angepasst werden muss. Durch den oft niedrigeren Preis der Samsung-Geräte ist ein Verlust außerdem einfacher verkraftbar. Die Wahl zwischen einem Samsung-Smartphone oder iPhone für Senioren sollte also durchdacht sein. Welches Smartphone das richtige für Senioren ist, hängt auch von den verbreiteten Modellen in der Familie ab: Besonders Verwandte mit weniger Technik-Wissen können beim eigenen Modell besser helfen.
Außerdem können Sie eine Sperre für die Installation von bestimmten Apps auf einem Smartphone für Senioren einrichten, zum Beispiel für solche, die nur Nutzer über 18 Jahren herunterladen dürfen, und für bestimmte Websites im Browser. Sperren für Senioren funktionieren dabei genauso wie Sperren für Kinder.
Zum Beispiel sind bestimmte Seiten im Browser für Minderjährige gesperrt, wenn Sie eine Kindersicherung einrichten. Dazu gehören häufig Glücksspiel-Angebote, wie sie etwa auf Casino Groups zusammengestellt sind – ebenso lassen sich ungeeignete Apps am Download hindern. Mit diesen Einstellungen analog zur Kindersicherung können Sie es auf dem Smartphone von Senioren zum Beispiel unmöglich machen, dass diese Apps mit In-App-Käufen herunterladen. So kommt es nicht zu schwer kontrollierbaren Online-Ausgaben.
4. Wie macht ein Smartphone für Senioren die Nutzung einer Smartwatch einfacher?
Wenn Sie ein aktuelles Smartphone für Senioren aufsetzen, ermöglicht Ihnen das auch die einfache Nutzung einer aktuellen Smartwatch, zum Beispiel einer Apple-Watch oder einer Huawei-Smartwatch. Die meisten dieser Uhren erfordern ein Smartphone für einen Teil oder alle Funktionalitäten. Außerdem können Daten auf dem Smartphone auf einem etwas größeren Bildschirm ausgelesen werden als auf der Smartwatch selbst. Welches Smartphone für Senioren eine bestimmte Smartwatch unterstützt, hängt von der Version des Betriebssystems ab.
» Mehr InformationenSenioren können manche Körperwerte wie den Puls mit einer Smartwatch messen, auch ohne zusätzlichen Vertrag zum Smartphone. Außerdem können die Bewegung pro Tag und die unbeweglichen Stunden gemessen werden, wobei eine steigende Aktivität die Symptome vieler Krankheiten und die Fitness von Senioren verbessern kann. Die Daten sollten immer gemeinsam mit einem Arzt ausgewertet werden.
Beachten Sie: Smartwatches und Fitnesstracker unterscheiden sich von speziellen Gesundheitsuhren. Beispielsweise ist die Sturzerkennung mit automatischem Notruf bei Apple-Watches fortgeschritten, ein direkt dafür entwickeltes Gerät wie eine Notfalluhr ist eine Smartwatch jedoch nicht.
Besondere Funktionen einer Gesundheitsuhr oder eines Hausnotrufs können Smartphones nicht komplett erfüllen. Dazu gehört neben der besonders an Senioren und nicht an Bergsteiger angepassten Sturzerkennung auch die Einrichtung mit den persönlichen Daten der Senioren. Auch das automatische Weitergeben von vielen eigenen Daten über den Standort hinaus an die Rettungsstelle ist bei gewöhnlichen Smartwatches oft nicht möglich. Und schließlich eignen sich für blinde Senioren oft ein Notfallarmband und ein Smartphone mit besonders gutem adaptiven Modus wie VoiceOver auf Apple-Smartphones besser als eine gewöhnliche Smartwatch.
Disclaimer: Dieser Beitrag dient lediglich zur Information und stellt keine Aufforderung zum Spielen dar. Glücksspiel kann süchtig machen. Empfinden Sie Symptome einer Spielsucht, können Sie sich an folgende Beratungsstellen wenden: